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1950 Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Ofleiden beginnt am 08.Juli 1950, in der damaligen Gastwirtschaft Reichhardt in der Schulstraße. An diesem Sommertag trafen sich zahlreiche Einwohner Nieder-Ofleidens um auf Initiative von Heinrich Hermann Zinnkann einen Feuerwehrverein zu gründen. Seine Idee stieß auf regen Zuspruch, so daß man 48 aktive und 32 passive Mitglieder gewinnen konnte. Zum Ortsbrandmeister wurde Heinrich Hermann Zinnkann und zu dessen Stellvertreter Karl Müller sen. bestimmt. Jeden zweiten Montag im Monat sollte eine Übung der Feuerwehr am alten Spritzenhaus stattfinden und die Brandbekämpfung mit der alten Motorspritze und den vorhandenen Schläuchen, aus Zeiten des Pflichtfeuerwehr “Löschverband Ohmtal” ( Vorgänger der Freiwilligen Feuerwehr ) geübt werden.
1951 Nachdem sich der junge Verein im Ortsgeschehen etabliert hatte, bewilligte die damals noch selbstständige Gemeinde Nieder-Ofleiden den Ankauf eines Anhängers, um die alte Motorspritze im Brandfall schneller zum Einsatzort zu bringen. Ferner wurde der Bestand an Schläuchen aufgestockt.
1954 Am 4. August 1954 eilte man zur nachbarlichen Löschhilfe nach Erbenhausen. Dort kam man neben den Wehren aus Lehrbach, Kirtorf, Appenrod, Homberg (Ohm) und Alsfeld bei einem Großbrand auf dem Anwesen Rudolf Müller zum Einsatz.
1955 Zur ersten großen Bewährungsprobe im eigenen Ort mußte man 1955 ausrücken, als das Wohnhaus der Familie Parma in hellen Flammen stand. Trotz eines massiven Löschangriffes der eingesetzten Feuerwehren aus Nieder-Ofleiden und Umgebung konnte die totale Zerstörung des Wohnhauses nicht mehr verhindert werden.
1958 Während der Jahreshauptversammlung 1958 ertönte plötzlich das Feuersignal. Zunächst glaubte man an einen Scherz, doch als man aus dem Fenster schaute, war bereits heller Feuerschein über Nieder-Ofleiden zu erkennen. Als man am Brandobjekt Schreinerei Konrad Pfeil eintraf, standen die Produktionsgebäude bereits in Vollbrand. Trotz intensiver Bemühungen konnte das Gebäude nicht mehr gehalten werden und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Noch im selben Jahr bewilligte die Gemeinde Nieder-Ofleiden finanzielle Mittel um eine moderne Tragkraftspritze samt Anhänger zu kaufen.
1963 Nachdem die Brandversicherungskammer bereits mehrfach die maroden Zustände im alten Feuerwehrspritzenhaus beanstandete, entschloß sich die Gemeinde Nieder-Ofleiden zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses. In zwei Bauabschnitten sollten jeweils zwei Fahrzeugboxen für die Feuerwehr und den Gemeindebauhof sowie ein modernes Dorfgemeinschaftshaus entstehen.
1965 Da das Wasser des Brandweihers in der Hochrainstrasse ständig mit Laub und sonstigen Unrat verschmutzt war, beauftragte die Gemeinde Nieder-Ofleiden eine Baufirma die den Brandweiher mit einer Betondecke versah. Doch nun gestaltete sich die Wasserentnahme aus dem Brandweiher als extrem schwierig, da die Saugöffnung nur über eine schmale und steile Treppe erreicht werden konnte. Von Seiten der Gemeinde wurde die Anschaffung eines modernen Tragkraftspritzenfahrzeuges, Ford BK 1000 sowie einer 10 Meter Anhängeleiter beschlossen, die noch im selben Jahr in Dienst gestellt wurden. Der alte Tragkraftspritzenanhänger wurde an die Feuerwehr in Bleidenrod verkauft.
1966 Während einer Übung der Feuerwehr Nieder-Ofleiden überzeugten sich die Gemeindevertreter von der Problematik der Wasserentnahme am Brandweiher und bewilligten spontan den Bau eines externen Löschwasserentnahmeschachtes. Nun konnte das Löschwasser über eine Steigleitung und einen eigens dafür konstruierten Krümmer mit nur einem Saugschlauch der TS zugeführt werden.
1967 Als erste Feuerwehr im Großraum Homberg/Ohm erhielt die Feuerwehr Nieder-Ofleiden zwei moderne Handsprechfunkgeräte.
1970 Auf Initiative mehrerer Feuerwehrleute wird die Jugendfeuerwehr gegründet.
1971 Das Feuerwehrgerätehaus mit Dorfgemeinschaftszentrum wird im zweiten Bauabschnitt vollendet, nunmehr stehen der Feuerwehr 3 Fahrzeugboxen und bei Bedarf das Gemeindezentrum zur Verfügung.
1972 Im Juni schließt sich die selbstständige Gemeinde Nieder-Ofleiden der neuen Großgemeinde Homberg/Ohm an.
1973 Während der Jahreshauptversammlung wird Hartmut Roth zum Wehrführer und Karl Bräuning zu dessen Stellvertreter gewählt.
1975 Nieder-Ofleiden ist erstmals Ausrichter des Stadtfeuerwehrtages.
1976 Mit der Ansiedlung mehrerer Firmen im Gewerbegebiet stiegen auch die Gefahren- potentiale. So wurde beschlossen das vorhandene TSF bereits nach 11 Jahren durch ein modernes Löschgruppenfahrzeug, Mercedes Benz 409, Aufbau Metz, zu ersetzen.
1977 Anfang 1977 wird das neue LF 8 in Dienst gestellt, das alte Tragkraftspritzenfahrzeug wurde der Feuerwehr in Haarhausen zur Verfügung gestellt. Um die Wasserversorgung über lange Wegstrecke zu verbessern, schaffte der Verein einen Schlauchanhänger mit 700 Meter Schlauchmaterial an. Mit Vereinsmitteln wird von der Firma Kamax ein alter VW - T1 Transporter erworben und in Eigenleistung zu einem Mannschaftstransporter umgebaut.
1980 Dreißig Jahre Freiwillige Feuerwehr Nieder-Ofleiden. Mit einem großen Festzug und dem traditionellen Frühschoppen wird zünftig gefeiert.
1982 Nachdem die Besamungsstation, die sich ebenfalls im Gemeindezentrum befand, die Zuchtbullen abgeschafft hatte, wurde der ehemalige Viehstall zu einem Umkleide und Bereitschaftsraum in Eigenleistung umgebaut.
1983 Der TüV versagt dem Mannschaftstransporter die erforderliche Plakette, doch mit Unterstützung der Stadt Homberg kann ein modernerer VW Bus angeschafft und von der Feuerwehr zu einem Transporter umgebaut werden. Harald Bräuning wird einstimmig zum neuen Wehrführer gewählt.
1984 Am Samstag, 13. August 1984, gegen 14.45 Uhr heulten in Homberg/Ohm und allen Stadtteilen die Sirenen. In einem Waldgebiet bei Schadenbach war es zu einem ausgedehnten Waldbrand gekommen. Nur durch den massiven Feuerwehreinsatz konnte ein Wipfelbrand verhindert werden.
1985 Mit einem großen Festakt wird das 15 jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr in Form eines Sommerfestes am Rothang gefeiert.
1986 Zwei Tote forderte ein Großbrand in der eng bebauten Altstadt von Homberg zu dem neben der Feuerwehr Homberg auch die Wehren aus Nieder-Ofleiden, Ober-Ofleiden, Gontershausen und Alsfeld ausrücken mußten. Trotz massiven Löscheinsatzes brannte das Wohn und Geschäftshaus in der Marktstraße nieder-
1987 Ein Blitzeinschlag setzt eine Scheune in Maulbach in Brand. Neben der Feuerwehr Maulbach kommen die Feuerwehren aus Homberg, Appenrod, Erbenhausen, Dannenrod und Nieder-Ofleiden zum Einsatz, können jedoch nicht verhindern daß das große Anwesen bis auf die Grundmauern abbrennt.
1990 Zum zweiten mal findet der Stadtfeuerwehrtag in Nieder-Ofleiden statt. Höhepunkt der Veranstaltung war der große Festzug der sich durch den Ortskern schlängelte. Von der Palettenfirma Gebhardt erhält die Feuerwehr einen nagelneuen Wasserringmonitor, als Geschenk zum 40 jährigen Jubiläum überreicht. Durch Spenden von Einwohnern, Firmen, Vereinen und Gönnern kann eine neue Standarte erworben werden. Erstmalig findet auf dem Gelände der MHI eine Fachmesse für den Bergbau statt, für die Feuerwehren aus Homberg und Nieder-Ofleiden herrscht an den 5 Messetagen Ausnahmezustand, denn man muß die Sicherheit auf dem rießigen Messegelände gewährleisten.
1991 Ein aus Vereinsmitteln angeschaffter Anhänger für Hilfeleistungen wird in Dienst gestellt.
1992 Nachdem die Stadt Homberg die Finanzierung eines ausgemusterten Polizeibusses, der zum neuen Mehrzweckfahrzeug umgebaut werden sollte zusagte, nahm man dieses Projekt, erneut in Eigenleistung in Angriff und konnte noch im gleichen Jahr das neue Fahrzeug in Dienst stellen.
1993 Nach heftigen Regenfällen stehen in zahlreichen Vogelsberggemeinden Keller unter Wasser, so auch in Nieder-Ofleiden, wo man mehrere Keller auspumpen muß. Am Faschingsdienstag kommt es zu einem Großbrand in einem Wohnhaus am Ortsrand. Dieser Einsatz entwickelte sich zu einem der größten Atemschutzeinsätzen in der Geschichte der Homberger Wehren. Zum zweiten Mal findet die mittlerweile weltweit größte Fachmesse für die Bergbaubranche, " Steinexpo ", statt. Da diese Veranstaltung mittlerweile Gigantische Ausmaße angenommen hat, braucht man die Unterstützung weiterer Stadtteilfeuerwehren um den Brandschutz an den vier Messetagen zu gewährleisten. Thomas Stein wird zum Wehrführer der Feuerwehr Nieder-Ofleiden und zum stellv. Stadtbrandinspektor der Grossgemeinde Homberg gewählt.
1994 Plötzlich und unerwartet verstarb unser ehemaliger Wehrführer und Kreisausbilder Harald Bräuning.
1996 Zu einem der größten Brandeinsätze in der Geschichte der Feuerwehr Nieder-Ofleiden mußte man am 23. April ausrücken, als das ehemalige RAD Lager oberhalb von Nieder-Ofleiden gelegen, brannte.
1997 Ein schweres Unwetter mit z.T. 70 Ltr Wasser pro qm, in nur wenigen Minuten führte zu zahlreichen Überflutungen und vollgelaufenen Kellern. Die Feuerwehren aus Homberg/Ohm, Ober-Ofleiden, Nieder-Ofleiden, Gontershausen, Haarhausen und Erbenhausen waren z.T. bis zum anderen Tag im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. Das Marschteam der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Ofleiden wird ins Leben gerufen und erreicht großr Erfolge.
1998 Thomas Stein legt aus beruflichen Gründen sein Amt als Wehrführer zum Jahresende nieder, zu seinem Nachfolger wird Andreas Heise gewählt. 1999 Nach langer Planung steht die Finanzierung für einen neuen Schulungsraum im Obergeschoß des Feuerwehrgerätehauses.
2000 In der Sporthalle findet der Kommersabend zum 50 jährigen Bestehen der Feuerwehr Nieder-Ofleiden statt. Der Ausbau des Dachgeschoss wird in Eigenleistung in Angriff genommen.
2002 Ein Brandstifter treibt in der Großgemeinde sein Unwesen und beschäftigt über mehrere Wochen die Feuerwehren. Auf dem Messegelände im Steinbruch findet erstmals nach der designierten Verlegung nach Wülfrath wieder eine Steinexpo statt, die nur langsam wieder an die Erfolge der Vergangenheit anknüpft, aber ein voller Erfolg für die Aussteller wird. Für die Feuerwehren heißt es wieder “Dienst an allen Tagen” Das erste Glühweinfest findet auf dem Hof der Feuerwache statt
2003 Andreas Heise wird einstimmig für eine weitere Amtszeit als Wehrführer gewählt, ebenso wird Harald Wiegand erneut zum stellv. Wehrführer gewählt
2005 Im Steinbruch findet die Fachmesse für die Steinbruchindustrie “Steinexpo”statt, zu der wieder Tausende Besucher erwartet werden. Alle Feuerwehren der Großgemeinde versehen an den 4 Messetagen Dienst auf dem 200.000 m2 großen Ausstellungsgelände Erste Planungen für die Ersatzbeschaffung eines neuen Löschfahrzeuges werden in Angriff genommen. In Nieder-Ofleiden findet der Stadtfeuerwehrtag statt, der sich zu einem wahren Besuchermagnet entwickelt. Neben den Jugendfeuerwehrwettkämpfen und der Großbung bildete der Festzug den Höhepunkt der Veranstaltung. Das Marschteam nimmt erneut erfolgreich am Polizeimarsch in Anderlecht teil.
2006 Nachdem man das Angebot des Landes Hessen erhalten hatte, das LF 8 der Feuerwehr Nieder-Ofleiden durch ein LF 10/6 für den Katastrophenschutz zu ersetzen, entschloß man sich zu einem Fahrzeugtausch mit der Feuerwehr Homberg, da das LF 10/6 nicht in die Fahrzeughalle der Feuerwehr Nieder-Ofleiden passen würde, man jedoch ein solches Fahrzeug mit Allradantrieb in der Großgemeinde Homberg dringend benötigte.
2007 Der Bewilligungsbescheid für die Ersatzbeschaffung des LF 10/6 ist da. Der Energieversorger OVAG spendet ein ausrangiertes Fahrzeug der Feuerwehr, welches in Eigenleistung zum Einsatzfahrzeug ausgebaut wurde.
2008 Am 30. Mai geht ein schweres Unwetter über weiten Teilen des Vogelsberges nieder. Für die Feuerwehren aus Homberg heißt es Großalarm, da zahlreiche Keller und Landstraßen überflutet sind. Das Jahr 2008, wird als ein besonders Jahr in die Chronik eingehen, konnte man doch 2 Einsatzfahrzeuge in Dienst stellen und die neuen Schulungsräume beziehen. Auf dem Gelände der MHI findet erneut die Fachmesse Steinexpo statt, wo man Brandsicherheitsdienst leisten muß
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