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Homberg (eva). In der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Homberg wurde Peter Pfeil am Freitag in der Stadthalle nach dem einstimmigen Votum der Vertreterinnen und Vertreter durch Wiederwahl als Stadtbrandinspektor bestätigt. Nachdem die Jahreshauptversammlung vom Spielmanns- und Fanfarencorps der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung Jürgen Adams mit einigen Musikstücken eröffnet worden war, begrüßte Peter Pfeil die Feuerwehrleute sowie zahlreiche Ehrengäste. “Bilanz zu ziehen für ein Jahr, in dem es weltweit fast nur negative und demotivierende Nachrichten gab, ist gar nicht so leicht”, begann Peter Pfeil seinen Jahresbericht. Dabei, so meinte Pfeil, gerieten die erwähnenswerten positiven Meldungen oft in den Hintergrund. “345 Frauen und Männer in den 14 Einsatzabteilungen, 70 musizierende Mitglieder, 122 Mädchen und Jungen in den neun Jugendfeuerwehren sowie 30 Kinder bei den “Feuerteufelchen”, 114 Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung und 1521 Mitglieder in den Feuerwehrvereinen ergeben über 2000 Mitglieder unter dem Dach der Feuerwehren in unserer Stadt.” Gemessen an der Einwohnerzahl gehörten 27 % der Homberger Bevölkerung den Feuerwehren an. Doch trotz dieser stolzen Zahl gebe es keinen Grund zum Ausruhen bei der Mitgliederwerbung, nach wie vor habe die Nachwuchsgewinnung für die Jugendfeuerwehren und die Einsatzabteilungen höchste Priorität. “Soll der flächendeckende Brandschutz weiterhin Bestand haben, so ist dies eine Aufgabe, die von allen erkannt werden muss”, so Peter Pfeil. Im Berichtszeitraum waren 150 Übungstermine von den Wehren angeboten und organisiert worden, die sich in Einzelübungen, spezielle Übungen Atemschutz und Gefahrgut, Wehrübungen, Gemeinschaftsübungen bis hin zur Großübung anlässlich des Stadtfeuerwehrtages aufgliederten. Erstmals wurde der geforderte Streckendurchgang für Atemschutzträger in der neuen Übungsanlage in Alsfeld erfolgreich absolviert. Berechtigte Kritik habe es von den Übungsteilnehmern an der sogenannten “Heißausbildung” in dem vom Land angemieteten Übungscontainer gegeben. Hier stelle sich die Frage, so Pfeil, ob es Sinn mache, die Einsatzkräfte in einer extremen Atmosphäre bei Überschreitung der Schutzwirkung der vorhandenen Schutzkleidung zu schulen, anstatt dafür zu sorgen, Situationen sicher zu erkennen und richtig einzuschätzen. Nach seiner Meinung können in diesem Bereich keine nennenswerten Einsatzerfolge erreicht werden und somit habe man im Heißausbildungs-Container nichts verloren. Von den Feuerwehraktiven wurden zahlreiche Lehrgänge besucht. Darüber hinaus hatten 16 Einsatzkräfte an einem Fortbildungsseminar mit dem Themenschwerpunkt “Lkw-Unfall” und 30 Feuerwehrleute an einem Grundlehrgang zum sicheren Umgang mit der Motorkettensäge teilgenommen. Im Auftrag der Landesfeuerwehrschule war am Standort Homberg ein Maschinisten-Lehrgang organisiert worden und sieben Einsatzkräfte absolvierten eine Unterweisung am Rettungszug der Bahn. Ebenso gehörten Brandschutzerziehungen in Kindergarten und Grundschule sowie die Brandschutzunterweisung der Lehrkräfte der Gesamtschule Homberg, zu den Aktivitäten. Des Weiteren wurde der Kreisfeuerwehrtag in Grebenhain-Crainfeld besucht, an einer Feier und einer Großübung anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Feuerwehr Deckenbach teilgenommen, einige Feuerwehren nahmen an der Feier “775 Jahre Stadtrechte Homberg” teil und alle Wehren waren beim Stadtfeuerwehrtag. Peter Pfeil informierte darüber, dass 55 Mal von der Zentralen Leitstelle Alarm für die Feuerwehren der Großgemeinde ausgelöst worden war. 14 Brandeinsätze, neun Verkehrsunfälle, zwölf technische Hilfeleistungen wurden erfolgreich abgearbeitet. Acht Mal waren die Feuerwehren für den Rettungsdienst unterstützend tätig, es wurden zehn Fehlalarme registriert und zweimal der Polizei Amtshilfe geleistet. Insgesamt seien acht Verletzte an die Rettungsdienste übergeben worden, während man zwei Personen nicht mehr helfen konnte Besonders erwähnte Peter Pfeil den Brand am 26. Mai vergangenen Jahres bei der Kamax in Homberg, bei dem bewiesen worden sei, was eine schnell verfügbare Feuerwehreinheit bewirken könne. Denn leicht hätte es zu einem Großfeuer kommen können. Obwohl der Brandschaden vom Betrieb mit über einer Million Euro angegeben worden sei, könne man von einem glücklichen Ausgang sprechen. Leider sei von der Finanzsituation der Stadt derzeit nicht sehr viel Positives zu berichten. Man habe auf Vorschläge, Tipps und Anmerkungen gehofft, wie man auch im Feuerwehrbereich sparen könne, ohne die Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen. Doch dann sei nach Bekanntgabe der Ergebnisse des arf-Gutachtens gerade für die Feuerwehren die Enttäuschung groß gewesen. “Die Aussagen belegen, dass die Beteiligten keinerlei Ahnung von Brandschutz und Feuerwehr und schon gar nicht auf ehrenamtlicher Basis haben”, meinte Peter Pfeil. Denn mit den Vorschlägen seien noch nicht einmal die gesetzlich geforderten Mindeststandards einzuhalten geschweige denn Ausfallreserven zu bilden oder parallel verlaufende Einsatztätigkeiten zu erfüllen. Angesichts dieser Tatsache könne man nur empfehlen, die den Brandschutz betreffenden Ausführungen des arf-Gutachtens »schnell in die unterste Schublade zu legen und darin zu belassen”, so Pfeil wörtlich, dem die Versammlung mit Applaus beipflichtete. Man habe von Seiten der Feuerwehr schon mehrmals den städtischen Gremien eine Zusammenarbeit angeboten und Gesprächs- und Kompromissbereitschaft signalisiert. In seinem Bericht über das Spielmanns- und Fanfarencorps der Homberger Feuerwehr informierte dessen Vorsitzender Hans-Joachim Pfeil, dass der Musikabteilung derzeit 45 aktive Spielerinnen und Spieler angehören, sich 16 Mitglieder in der Nachwuchsgruppe und 14 in der musikalischen Früherziehung befinden und 73 fördernde Mitglieder dem Verein angehören. m Jahre 2006 habe eine Umstellung des Spielmannszuges zum Blasorchester stattgefunden, doch dürfe man Feuerwehrmusik nicht mit einer Trachtenkapelle vergleichen. Pfeil sagte, dass die Kosten der Ausbildung durch eine Umlage von den Mitgliedern getragen werden. Durch den Wegfall der städtischen Förderung und ein nicht so ertragreiches Brunnenfest im vergangenen Jahr habe man aus finanziellen Gründen die Registerproben verkürzen müssen. Hans-Jürgen Pfeil betonte, dass in der Musikabteilung eine gute Jugendarbeit betrieben werde. Pfeil erwähnte, dass es bedauerlicherweise in den letzten Jahren vorgekommen sei, dass ausgerechnet am Termin des Stadtfeuerwehrtages große Gegenveranstaltungen abgehalten würden. Dies müsse nicht sein, die Termine für den Stadtfeuerwehrtag ständen rechtzeitig fest. Pfeil gab bekannt, dass das das Blasorchester am Samstag, 15. Mai, um 20 Uhr, zu einem Konzertabend in die Stadthalle in Homberg einlädt. “Der Dienst in der Feuerwehr ist ein verantwortlicher Dienst, der an alle große Anforderungen stellt”, so Erster Stadtrat Armin Klein. Ohne das ehrenamtliche Engagement könnten die Aufgaben des Feuerwehrwesens im ländlichen Homberg nicht bewältigt werden, “eine Berufsfeuerwehr ist hier weder vernünftig noch bezahlbar”. Kreisbeigeordneter Hans Michael Diening überbrachte die Grüße des Kreises uund unterstrich die Bedeutung der Feuerwehren. er stellvertretende Kreisbrandinspektor Hans Jürgen Kohl gratulierten ebenso wie der Kirtorfer Stadtbrandinspektor Dieter Ruppert und der Gemündener Gemeindebrandinspektor Udo Richber Stadtbrandinspektor Peter Pfeil zur Wiederwahl. Hans Jürgen Kohl betonte die gute Führung der Homberger Feuerwehren und rief zur starken Gemeinschaft auf. Mit dem silbernen Brandschutzehrenzeichen wurden Matthias Kudla, Sandro Wittig, Horst Wiegand aus Homberg, Thorsten Seipp aus Büßfeld, Jens-Uwe Rieß aus Maulbach, Tanja Heise aus Nieder-Ofleiden, Andreas Buch und Jürgen Weber aus Bleidenrod, Heinz Kömpf aus Schadenbach sowie Jürgen Fleischhauer, Michael Weidemüller, Arndt Gemmer und Reiner Fleischhauer aus Höingen ausgezeichnet. Das goldene Brandschutzehrenzeichen erhielt Karl-Peter Jung aus Bleidenrod. Ralf Röcker aus Büßfeld, Peter Jurkowitsch aus Erbenhausen und Reimund Kratz aus Bleidenrod, wird das silberne Zeichen und Sigfried Müller aus Büßfeld und Dieter Kratz aus Ober-Ofleiden das goldene Zeichen nachgereicht.
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